Der durchschnittliche Gesamtcholesterinspiegel (auch LDL und HDL-Spiegel) ist geschlechts-und altersabhängig und landesweit unterschiedlich. Er nimmt mit dem Alter zu. In Deutschland ist der Näherungswert der Altersgruppe zwischen 35 und 65 Jahren zwischen 190 mg/dl und 280 mg/dl.
Das "gute" HDL-Protein sollte einen hohen und das "schlechte" LDL einen niedrigen Serumspiegel haben. Eine Quotientenberechnung kann eine Aussage über Risiken für Folgekrankheiten (besonders Arteriosklerose , auch an den Herzkranzgefäßen) treffen.
Erkrankungen: Koronare Herzerkrankung, Arteriosklerose, Gallensteine, familiäre Hypercholesterinämie seien als häufigste genannt. Herz-Kreislauferkrankungen wurden im Verlauf des 20. Jahrhunderts die häufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen. Stress, falsche Lebensweise und Ernährung, Übergewicht, Bewegungsmangel und Tabakkonsum waren Cofaktoren dabei.
Die Hypothese, dass cholesterinreiche Ernährung und ein hoher Cholesterinspiegel, eine ursächliche Rolle bei der Entstehung von Herzinfarkten haben sollen, ist zwar durch zahlreiche Studien scheinbar belegt. Man sollte aber bedenken, dass die Pharmaindustrie an diesen Untersuchungen vordergründig mitgewirkt hat, was man am umsatzstärksten Medikament der Welt (Atorvastatin von Pfizer mit 12,2 Milliarden Dollar im Jahr 2005) sehen kann.
Cholesterin lässt als "Zellwächter" nur bestimmte Stoffe in die Zelle passieren. Eine im Juli 2007 veröffentlichte Studie ergab eine signifikante Korrelation des steigenden Krebsrisikos mit der Einnahme von Statinen (cholesterinsenkenden Medikament). Bei niedrigem Cholesterinspiegel nehmen Gedächtnisleistung ab und Hang zu Depressionen zu.
Schließlich wird bei hohem Cholesterinspiegel Folgendes empfohlen:
- wenig fettes Fleisch, Innereien, Wurstwaren, Käse
- Fettarme Zubereitung
- wenig tierische Lebensmittel
- mehrmals am Tag Obst und Gemüse
- Verwendung von Pflanzenöl
- Verzicht auf Alkohol
- ausreichende Bewegung






